Erotik

Erotik

Erotik, Sexualität und Liebe

Der Begriff „Erotik“ leitet sich aus dem griechischen Wort „Eros“ ab und bedeutet ursprünglich so viel wie starke Anziehung zu einem anderen Menschen, die auf der psychologisch-geistigen Ebene abläuft. Unter „Sexualität“ oder „Sex“ verstand man dagegen eher die biologische Attraktivität zweier (oder mehrer) Menschen aufeinander mit dem Ziel, ihre körperlichen Bedürfnisse und biologischen Triebe zu befriedigen, während mit „Liebe“ die starke, rein emotionale Bindung zu anderen Menschen gemeint war.

Die Grenzen zwischen diesen einzelnen Ebenen der menschlichen Empfindungswelt sind zugegeben fließend. Deshalb hat die eben beschriebene Unterscheidung in der heutigen Welt auch keine große Bedeutung mehr und der Begriff der Erotik ist beinahe dem der Sexualität gleichzusetzen.

Überhaupt sind die Reize, die jemanden „anmachen“, also erotisch Bedürfnisse ansprechen, wohl so unterschiedlich und breit gefächert, wie die Menschen selbst und hängen stark vom Charakter, der Herkunft sowie individuellen psychischen und physischen Eigenschaften einer Person ab. Was den einen sexuell stark erregt, kann andere völlig kalt lassen oder sogar Ekel und Abscheu hervorrufen.

Neben den visuellen Reizen (z. B. ein attraktiver, nackter Körper oder ein strahlendes Lächeln), die für den Menschen aufgrund ihrer biologischen Funktion der Fortpflanzung unterbewusst sehr wichtig sind (Männer achten beispielsweise auf das optimale Verhältnis von Taillenumfang zu Oberweite bei einer Frau, umgekehrt suchen Frauen nach einem starken, gesunden Beschützer und Ernährer), sind auch akustische Signale (z. B. „Dirty Talking“ oder das Stöhnen in sexueller Ekstase) sowie Gerüche, die wir alle permanent auf biochemischer Ebene verstreuen und natürlich erregende Berührungen, der Auslöser von erotischen Bedürfnissen in uns allen. Aber auch rein intellektuelle Reize, wie ein gutes Gespräch oder ein anregend geschriebener Roman, können eine starke erotische Wirkung ausüben.

Dabei zielt beim modernen Menschen die Befriedigung seiner erotischen Wünsche und sexuellen Bedürfnisse schon lange nicht mehr nur auf eine erfolgreiche Fortpflanzung alleine ab. Liebe, Erotik und ein erfülltes Sexualleben sind vielmehr elementare Lebensinhalte, bereiten Frauen wie Männern gleichermaßen Lust und Vergnügen, halten den Körper, Geist und Seele gesund und sind darüber hinaus meines Erachtens das absolute Sahnehäubchen unseres Daseins!

 

 






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